Mareike No Brasil

ein Jahr Brasilien!

17Sept
2012

Auf ein Letztes

Auf Anfrage für das Jahrbuch meiner Schule musste ich nun einen kleinen Bericht über mein Auslandsjahr schreiben und da dachte ich, dass wär vielleicht auch eine gute Sachen, um diesem Blog ein Ende zu setzen.
Also, hier noch einmal meine kleine, leider viel zu unzulängliche Zusammenfassung (denn so ein Jahr kann man leider nicht auf Papier und schon gar nicht auf 1 1/2 Seiten kriegen) :

 

Mein Jahr in Brasilien -  Ein Jahr mal ganz woanders

Es war der 28. Juli 2011 als ich nach ungefähr 30 Stunden Flug, Zwischenlandungen und Autofahrten in meiner Zielstadt Araguaína ankam, die für das nächste Jahr mein Zuhause werden sollte. Gleich als ich aus dem Flugzeug stieg, schlug mir die 40° heiße Luft ins Gesicht. Gegen die Sonne blinzelnd sah ich schon ungefähr 30 Brasilianer im Flughafen, die mit Schildern und Tröten auf mich warteten.  Als ich mich so aufgeregt wie noch nie im meinem Leben mit meinem riesigen Koffer auf dem Weg zum Check-Out machte, fragte ich mich, wo ich denn hier verdammt nochmal wohl gelandet sei.
Ungefähr ein Jahr zuvor hatte ich mich bei der Organisation Rotary zum Jahresaustausch beworben. Nach einigen Aufnahmetests und Formalitäten stand schon bald fest, dass ich nach Brasilien gehen würde. Ich war absolut begeistert und freute mich riesig. Und obwohl ich mich schon vorher viel über Brasilien und meine Stadt informiert hatte, hätte ich nie gedacht, dass es doch so komplett anders sein würde.
Schon  bei meiner Ankunft bekam ich die Herzlichkeit und Lebensfreude der Brasilianer zu spüren.  Alle am Flughafen umarmten mich stürmisch, grinsten mich an und redeten wild drauf los, obwohl ich kein einziges Wort verstand. Trotz allem bekam ich irgendwann mit, wer meine Gastfamilie sein würde und stieg bei ihnen mit ins Auto. Ihr Haus lag etwas außerhalb der Stadt, wo es keine geteerten Straßen gibt, sondern nur trockene Wege mit roter Erde. Das Haus war, wie jedes andere Wohnhaus auch, mit einer großen Mauer mit Elektrozaun drauf versehen.  In meiner Gastfamilie hatte ich drei ältere Geschwister. Dazu kamen noch meine äußerst liebenswerten Gasteltern, die mir beide etwa bis zur Schulter gingen. Alle hatte ich schon bald ins Herz geschlossen.
Nach kurzer Zeit verreisten meine Gastfamilie und verschiede Leute von Rotary mit mir und ich bekam viele tolle Strände, kleine niedliche Städte und sogar schon ein bisschen vom Urwald zu sehen. Da alle ausschließlich Portugiesisch sprachen, verstand ich in den ersten 2 Monaten kaum einen Satz. Trotzdem hatte ich immer sehr viel Spaß und es ergab sich immer irgendwie ein Weg, sich zu verständigen. Dazu machen es Brasilianer sehr leicht, sich mit ihnen anzufreunden.
Alle kamen immer auf mich zu, waren super offen und stellten viele Fragen, wo ich denn wohl herkam, da man mir als einzige hellhäutige Blondine auf den ersten Blick ansah, dass ich keine Brasilianerin war.
Auch in der Schule bekam ich das oft zu spüren. Auf meiner Schule gab es nur ungefähr 400 Schüler, was mich anfangs zur kleinen Sensation machte. Im Unterricht quatschten wir sehr viel, denn sehr streng sind die Lehrer dort nicht. Ab und zu mal Karten spielen oder einfach vom Wochenende erzählen, war da während der Schulzeit schon fast normal.
Neben den Brasilianern lernte ich auch viele Austauschschüler aus der ganzen Welt kennen. Meine Organisation veranstaltete viele Treffen in der Hauptstadt Brasilia und Reisen für uns. So nahm ich an einer Reise teil, bei der wir mit 70 Jugendlichen an der ganzen Ostküste Brasiliens bis nach Rio de Janeiro entlang fuhren.
Außerdem machte ich auch eine Tour an den Amazonas, bei der wir auf zwei große Boote aufgeteilt für 2 Wochen den Fluss hinunter schipperten. Beide Reisen waren absolute Highlights meines Austauschjahres und werden für mich immer unvergesslich bleiben.
Obwohl es mir doch alles anfangs so anders und merkwürdig erschien, gewöhnte ich mich mit der Zeit doch an alles. An die Schuluniform,  die ständig laufende Klimaanlage, niemals einen Fahrradfahrer zu sehen, dass meine langen Hosen und Pullover schon seit Monaten unbenutzt im Kleiderschrank lagen, die ständig gut gelaunt und fröhlichen Menschen und auch daran, jeden Tag Reis und Bohnen zu essen (das typische Mittagessen in Brasilien).
Und wenn man sich erst einmal angepasst und integriert hat, kann man die Zeit auch richtig genießen.  So verbrachte ich auch im Januar viele meiner Nachmittage mit Freunden am Pool oder fuhr mit meiner Familie zum Fluss. Oft grillten wir oder besuchten nachmittags Freunde und zogen so von Haus zu Haus weiter. An vielen Wochenenden gingen wir nachts erst um 11 oder 12 Uhr los und kamen erst zum Sonnenaufgang wieder nach Hause, denn im Feiern sind Brasilianer wirklich nicht zu schlagen.
Oft gab es Konzerte von brasilianischen Bands in meiner Stadt und so sah ich unter anderem auch Michel Teló und Gustavo Lima live.
So verflog die Zeit und mein Abflug nach Deutschland rückte immer näher. Ich konnte damals kaum glauben, wie schnell mein Jahr verging und es war schwierig sich vorzustellen, wieder ins alte Leben in Deutschland zurück zu kehren. Gegen Ende wurde mir oft gesagt, wie ich mich doch von der ruhigen, steifen Deutschen in eine kleine fröhliche Brasilianerin verwandelt habe. Ich war absolut glücklich mit meinem brasilianischen Leben.
 Doch trotz allem kam der Abschied und ich musste mich unter vielen Tränen von all den Leuten, die ich so lieb gewonnen hatte trennen und das Land, das wie eine zweite Heimat geworden war, verlassen.  Aber nur unter dem Versprechen, dass ich wiederkäme.

 

Mein Austauschjahr wird für mich immer ganz besonders in Erinnerung bleiben und viele der Momente und Eindrücke, haben sich für immer bei mir in den Kopf gesetzt. Ich habe viel gelernt und viel durchgemacht und vielleicht mehr von Brasilien gesehen, als viele der Einwohne je werden. Ich bin unfassbar dankbar, für jede Person die ich kennen lernen durfte, jede Reise, jedes gelernte Wort und jede Erfahrung, die das Jahr zu dem gemacht haben, das es war. Mein perfektes Austauschjahr. Ich hätte es mir nicht besser erträumen können.

30Mai
2012

Aventura Amazonas

Hallo meine Lieben!

 

Bevor es zu spaet wird und ich schon alles vergesse, habe ich mir heute noch Zeit genommen, um ueber meine Reise zum Amazonas zu schreiben, in der Hoffnung, dass es immer noch einige von euch gibt, die gerne davon hoeren wuerden.

 

Alles begann, als ich nach langer einer langen Nacht im Flugzeug morgens in Manaus ankam und dort der Gruppe von 50 andeeen, genauso verschlafenen, Austuaschschuelern begegnete. Zusammen fruehstueckten wir am Flughafen erstmal Açai-Eis (tyische AmazonasFrucht) mit Muesli und Fruechten.


Nach dem ersten Schritt aus dem Flughafen hinaus merkte ich schon die hohe Luffeuchtigkeit die in Manaus ube 90% betraegt. Die dazugehoerige HItze war ich zum Glueck schon von Araguaína gewoehnt, doch ein paar andere Austaushshueler die im Sueden Brasiliens wohnen, hatten anfangs doch mehr Schwierigkeiten sich an Klima zu gewoehnen.
Den esrten Tag verbrachten wir erstmal damit, wirklich anzukommen, im Pool baden zu gehen und sich kennenzu lernen.

Am Abend dann machten wir uns dann auf zu einer Show, den "Festa do Boi-Bumbá" dass in Manaus schon lange Tradition hat. Die eigentlich Show findet erst im Oktober statt, aber die Proben finden schon oeffentlich in einem kleinem Stadium statt und sind genau wie eine grosse Party. 
Bei dem Fest wird der Bulle gefeiert und dabei gibt es 2 Seiten der Show. Die Rote, mit dem roten Bullen und die Blaue, mit dem blauen Bullen. Auf der jeweiligen Seite wird dann alles nach der Farbe dekoriert und alles Personen ziehen sich auch nach der Farbe an. 
Da an dem Abend die blaue Seite Probe hatte, zogen wir uns alle auch demnach blaue Klamotten an. Dort tanzten wir dann bis spaet in die Nacht zu der traditionellen brasilianisches Musik und sahen den Taenzern zu.

Am naechsten Tag besichtigten wir noch mit dm Bus Manaus, was aber relativ schnell war, denn generell gibt es nicht viel zu besichtigen. Ins gesamt ist Manuas keine schoene Stadt. Es ist sehr arm, es gibt viele Favelas und sehr gefaehrlich sich beim besichtigen von aermeren Vierteln mit zahlreichen Krankheiten anzustecken. Trotzdem war ich beeindruckt von der Stadt, denn wie uns erklaert wurde, gibt es bis heute keine wirklich gefahrbare Strasse durch den Urwald bis nach Manaus und alle Materialien um die Stadt zu erbauen mussten eingeflogen oder mit dem Schiff gebracht werden.

Nachmittags ging es dann zu unser ersten wanderung in den Urwald. Schon nach wenigen Minuten stand jedem von uns der Schweiss auf der Stirn. Auf dem kleinen schlammigen Trampelpfad der auf und ab ging war es schwierig nicht hinzufallen, wenn man gleihzeitig noch die riesigen Baume und Lianen bewundern wollte. Die Sonne schaffte es kaum durch die zahlreichen Blaetter zu scheinen, wodurch einem immer alles halbdunkel erscheint. 
Scliesslich erreichten wir eine Hoehle vor der ein einziger grosser Strahl Wasser hinabschoss. Rot und verschwitzt standen wir erst nur davor und staunten, bis sich die ersten trauten und mit Klamotten einfach reinsprangen. Auch ich konnte mich nicht lange halten und irgendwann standen wir alle darunter, schubsten uns gegenseitig, drueckten uns genseitig unter Wasser, bis wir alle durchnaesst und schlammig waren.
Da es dann schon dunkel war, mussten wir uns mit Taschenlampen den weg zurueck leuchten. Bei all den Geraeuschen die man dann nachts dort hoert, wird einem schon ein bisschen anders,  aber es ist auch wahnsinng aufregend.

Am naechsten Tag betraten wir dann unsere Boote, auf denen wir die ganze naechste Woche verbringen wuerden. 
Es gab 2 Schlafboote, auf die unsere Gruppe aufgeteilt wurde und ein Restaurant-Boot, auf dem wir jeden Tag assen. Die Boote waren echt gemuetlich. Es gab Platz fuer alles und auch wenn wir die ganze Woche lang kein Zugriff auf Internet, Hanynetz oder Fernsehen hatten, so hatte ich doch mit den 25 anderen Austuascschuelern auf meinem Boot nie Langeweile.

So besuchten wir in den naechsten 2 Tagen Indianer-Staemme, die tief im Urwald lebten uns aber sehr freundlich aufnahmen, viele dinge zeigten und erklaerten und uns schliesslich ganz indianisch anmalten (natuerlich hatte das alles auch den Hintergedanken, dass wir auch viel von ihren Souveniers kaufen wuerden, was wir dann auch taten). Abgesehen von diesen Staemmen, die schon auf Besucher eingestellt sind, gibt es auch noch viele Staemme, die ohne jeglichen Kontakt zur Aussnwelt im Amazonasgebiet leben und mit Sicherheit auch noch welche, die noch nie jemand entdeckt hat.

Als es schon dunkel war, machten wir uns auch 2mal auf, um Alligatoren fangen zu gehen. Mit kleinen Motorbooten und Taschemlamen fuhren unter dem riesigen Sternenhimmel nah am Ufer entlang und schafften es sogar schliessich einen kleinen Alligtoren zu fangen, den dann jeder einmal in die Hand nehmen durfte und schliesslich wieder freigelassen wurde.
Ausser einer weiteren Wanderung durch den Urwald, schwammen wir noch mit den rosa Flussdelfienen, gingen Piranha-fischen, uebernachteten eine Nacht mit unseren Haengematten im Urwald und paddelten mit 2er Kanus auf kleinen Fluessen entlang und noch einiges mehr.
Um aber nicht zu lange auszuschweifen, werd ich euch den Rest wohl erst zuhause erzaehlen und lass jetzt erstmal ein paar Bilder sprechen ;)

 

Nur noch 17 Tage!!!
Ich kann es kaum glauben....

Machts gut und bis bald! 

04Mai
2012

Brasilía und Alto Paraíso

Hallo meine Lieben! :)

 

Tut mir leid, dass ich so lange nicht geschrieben habe, aber ich hatte viel zu tun, da ich die wenige Zeit, die mir hier noch bleibt, im Moment so gut nutzen will, wie es geht.
Deshalb werde ich jetzt nicht noch alles nach holen, sonden nur ueber meinen Trip nach Brasilá und Ato Paraíso schreiben.

Jetzt ist es schon ueber 2 Wochen her, dass mein Jugenddienstleiter mich angerufen hat und gefragt hat: "Hey Mareike, hast du Lust Brailía kennen zu lernen?" Ich habe natuerlich ja gesagt und 2 Tag spaeter sass ich dann auch schon in im Bus.

Angekommen in Brasilía traf ich dann Haley aus den USA und Helena auch aus Deutschland, die auch in anderen Staedten in Brasilien wohnen und mit mir die Woche in Brasilá verbringen wuerden.
Wir wurden alle von Rotaryfamilien von der Busstation abgeholt, bei denen wir in dieser Woche wohnen sollten, die schon von anfang an super nett waren. Meine Familie nahm mich gleich mit nach Hause, wo ich erstmal staunen musste. Sie wohnten im reichsten Viertel der Stadt, ein bisschen abgelegen auf eine Anhoehe, mit Blick auf die ganze Stadt. Alle Haueser waren natuerlich super schick mit grossen Gaerten und Gruenflaechen. Ganz anders als in meiner Stadt Araguaína. Ich kam mir vor wie ein Dorfmaedchen, dass zum ersten Mal die Grossstadt sieht. 
Die naechsten Tage machten wir 2 Stadttouren zusammen mit Haley und Helena, trafen die anderen Austauschschueler aus Brasilía, grillten mit den Freunden von meinem Brasiía-Gastbruder und vieles mehr. Jeden Vormittag, wenn nur ich zuhause war, kam ich mir vor als wuerde ich in Miami wohnen, so schick war das da. Ich hatte jede Menge Spass. 

Am Freitag hatte Rotary dann eine kleine Reise fuer alle Austauschschueler aus meinem Distirkt zusammen geplant. Mit dem Bus sind wir in eine kleine Stadt namens Alto Paraíso in der Naehe von Brasilá gefahren, die fuer ihre Wasserfaelle und Hippies bekannt war. 
Das ganze Wochenende verbrachten wir dann damit, durch die Berge zu wandern, in wunderschoene, eiskalte Wasserfaellen zu springen und Hippie-Maerkte zu besuchen. Abends schliefen wir in einer kleinen Jugendherberge in der es richtig gtes tradtionelles brasilianisches Essen gab wie Chambare.
Also Grande Finale sind wir Sonntag dann noch zu einer Bergseilbahn gefahren. Ich war mir erst nicht sicher, ob ich mit machen wuerde, da mir in 500 Meter Hoehe, nur an 2 Seilen gebunden, von einem Berg zum anderen zu fleigen mit meiner Hoehenangst vorerst nicht besonders reizend vorkam. Dann ueberzeugten mich aber die anderen es doch zu versuchen und ich kam mit. Wenig spaeter sauste ich dann schon mit 70 kmh die fast 2 kilometer lange Strecke ueber den Urwald unter mir. Einmaliges Gefuehl :) 

Jetzt habe ich leider schon wieder keine Zeit mehr, weil in ein paar Stunden bringt meiner Gastmutter mich schon wieder zur Busstation, denn heute geht schon wieder meine naechste Reise los, diesmal vielleicht die Beste von allen. Es geht fuer 10 Tage an dem Amazonas, darunter eine Woche, in der ich nur auf einem Boot in Haengematten schlafen werde. Ich kann es noch gar nicht glauben! :)

Ganz liebe Gruesse und drueckt mir die Daumen, dass ich die Krokodiele, Anakondas und Riesenspinnen ueberlebe! 

Beiijooos Mareike

Hier noch ein paar Fotos von meinem Trip:

18Februar
2012

Viagem dos Sonhos - Traumreise

Hallo meine Lieben! :)

 

Jetzt bin ich schon genau eine Woche von meiner fabelhaften Reise wieder da und habs gar nicht gemerkt. Die Zeit vergeht so rasend schnell im Moment!

Jedenfalls war es doch alles, was ich mir von der Reise erhofft hatte. Wunderschoene Straende, tolle Staedte, jede Menge Spass und super Leute dabei.

Vor 3 wochen also bin ich von Palmas allein nach Natal geflogen, wo die Reise fuer mich beginnen sollte. Mit typisch brasilianischen 3 Stunden Verspaetung bin ich doch gut angekommen und wurde gleich von einem von den Reisebegleitern zu dem Rest der Gruppe in ein Restaurant gebracht. Hier gab es dann das erste von vielen vielen superleckeren Abendessen-Buffets. Denn jeden Abend auf der Reise durften wir uns bei Buffets so vollschlagen, bis wir Bauchschmerzen hatten, was wirklich einige Male vorgekommen ist. Ich glaube, jeder von uns hat die Gelegenheit ausgenutzt und so viel anderes Essen als Reis und Bohnen genommen, wies nur ging. Von Lachs in Maracuja-Sosse bis flambierte Banane mit Schokososse gab es keine Grenzen.

Gleich am naechsten Tag in Natal ging es dann schon zum Strand namens "Praia do Amor", uebersetzt "Strand der Liebe". Von den hohen Felsklippen aus konnte man den ganzen kilometerweiten weissen Strand sehen. Den Tag haben wir dann am Strand verbracht und uns mittags nur von Kokusnuesssen, die immer am Strand billig verkauft und frisch aufgeschlagen oder mit Strohhalm serviert werden, und Eis ernaehrt. Danach zurueck zum Hotel durch die buntbemalte Innenstadt voller braungebrannten Surfern und anderen Touristen.

Die naechsten 2 Tage haben wir dann hauptsaechlich nur im Bus verbracht, nur mit einem Zwischenstopp zum uebernachten in Aracajá. Bis wir dann in Itacaré angekommen waren, einer kleineren Stadt, nicht sehr bekannt bei Touristen. 3 Tage sind wir dort geblieben und jeden Tag zu einem anderem wunderschoenen Strand gefahren. Der schoenste war wahrscheinlich der, bei dem wir noch weiter von den Innenstadt weggefahren sind und dann erstmal fast eine Stunde durch den Regenwald-artigen Wald auf einem Pfad im Entenmarsch maschieren mussten, bis wir ankamen. Lohnte sich aber. Wir kamen zu einem schneeweissen Strand, von schwarzen Felsen und Palmen umgeben, an dem ausser uns kein Mensch war. Es war so schoen, es kam mir gar nicht mehr real vor.

Nach eintagiger Busfahrt kaemn wir dann nach Arrajal d´Ajuda, aehnlich wie Itacaré, auch eine eher kleinere aber sehr Nordost-Brasilianische Stadt. Wieder gings zu den schoensten Straenden und durch die schoene Innenstadt, auf kleine Maerkte und abends auf Party in eine Bar. Wer jetzt denkt, all die Straende muessen doch irgendwann langweilig geworden sein, liegt falsch. Jedes mal hat es sich gelohnt hin zu fahren, jedes mal war es ein bisschen anders und jedes mal haben wir noch mehr Spass gehabt.

Ein paar Tage spaeter landeten wir dann in Porto Seguro, der Ort, an dem 1500 Brasilien von den Portugiesen entdeckt wurde. Nach Stadttour, Besichtigungen und Andenken kaufen ging es dann auch zu einer von den, sagen wir mal ehrlich, Asi-strand-Partys, fuer die Porto-Seguro eigentlich bekannt ist. Das sieht dann so aus: Ungefaher 12 halbnackte Muskelmaenner tanzend auf der Buehne, hundert Leute in Bikini davor am mittanzen, noch mehr Leute dahinter sitzend,  zuschauend, essend. Mit unserer Gruppe von 50 Austauschschuelern wurde das ganze sogar noch ein bisschen aufgemischt und wir wurden sogar auf die Buehne gerufen und durften oben mit den Schokomaennern mittanzen. Zur Abkuehlung wird dann zwischendurch noch aus Feuerwehrschlaeuchen Wasser auf alle gespritzt und alle stellen sich tanzend drunter. Dabei kommt dann noch droehnend Musik, deren einziger Text aus "Agua Mineral, Agua Mineral, Agua MIneral..." besteht. Es tut mir so leid, dass ich davon kein Video gemacht habe. Ihr wuerdet euch totlachen :D

Schliesslich zum Ende der Reise sind wir dann in Rio de Janeiro angekommen. Schon als wir gerade ankamen, klebten schon alle im Bus an den Fenstern, denn schon von ganz weitem kann man die Christus-Statue auf dem Berg erkennen.
Als wir dann schliesslich in unseren Hotel namens "Rio Royal", nur c.a 500 Meter von der Copacabana ankamen, konnte sich keiner mehr halten. Schreiend und tanzend eroberten wir die schicken Hotelzimmer und den grossen Pool auf dem Dach mit super Ausblick. Abends ging es dann noch auf kleine Stadttour mit unserem Bus, bis wir dann am Copacabana-Strand gehalten haben und dort zu einem kleinen Markt gegangen sind.
Die naechsten 3 Tage vergingen, dann viiiiel zu schnell mit noch 2 Stadttouren, Fahrt zum Zuckerberg und zur Christus-Statue, Beischtigung des Stadions, Ipanema-Strand-Besuch und sogar Samba- und Funk-Tanzstunden. Es gab auch noch eine Tour durch eine Favela, die ich und eine andere Deutsche jedoch ausgelassen haben. Im Endeffekt bereue ich es ein bisschen, nicht mitgegangen zu sein, da die anderen meinten, es waere echt superinteresant gewsen, aber ich fand es einfach nicht richitg, mit Fuehrer und unseren schicken Klamotten und teuren Kameras dort reinzugehen, nur um die Leute in ihrer Armut zu beglotzen. Was meint ihr? Sowieso sind in Rio die Unterschiede von arm und reich so deutlich zu sehen, wie sonst vielleicht nirgendwo. Direkt neben der groessten Favela Brasiliens, steht das teuerste und schickste Einkaufzentrum der Stadt. Von einer Strasse etwas weiter ausserhalb kann man die schicken Villas von Stars, wie Sandra Bullock, und gleichzeitig die Favela "Cidade de Deus" ("City of God" aus dem Film) sehen.
Und wiedereinmal dachten wir alle deutschen Austauschschueler zusammen: Deutschland ist soooo ein schoenes Land.+

Und schon stand der Abschied an der Reihe. Es wurde viel geweint, Reden gehalten, gedankt und noch mehr Versprechungen gemacht. Es war wirklich hart, alle zu verabschieden, denn die Wahrscheinlichkeiten stehen nunmal nicht soo gut, dass ich Chrissi aus den USA oder Arnie aus Indien oder Thangtai aus Taiwan sobald wiedersehe.

Alles im allem war es einfach nur wuuunderbar und ich werde diese Reise hoffentlich nie vergessen.

So, und nun fahre ich gleich schon wieder mit meiner 1.Gastfamilie los nach Babaçulandia, zum Karneval! Hier in Araguaína wird es zwar auch ne Parade geben, aber in Babaçulandia soll viel mehr Stimmung sein, also auf gehts, bis MIttwoch Karneval! :)

Machts gut und freut euch schon mal, denn in nur 4 Monaten bin ich schon wieder da :D

Beijos e Abraços! Mareike

26Januar
2012

Nordostreise!!!!!

Hallo meine Lieben :)

 

Heute nur schnell ein kleiner Mini-Eintrag, weil ich noch eine Menge Kram zu packen habe ;)

Denn morgen gehts los für 2 Wochen auf Reise in den Nordosten Brasiliens. Mit vielen anderen Austauschschülern aus der ganzen Welt werde ich 2 Wochen die Küste Brasilien bis hinunter nach Rio de Janeiro bereisen. Wir treffen uns alle in Natal (ich hab das mal auf der Karte für euch makiert) und von da aus geht es dann mit dem Bus weiter.

Meine Reiseorganization hat sich noch was Tolles einfallen lassen und zwar gibt es zu der Reise einen Blog in dem hoffentlich bald auch Einträge und Fotos auftauchen werden. Geschrieben wird in portugisisch und englisch ;)
Hier ist mal der Link dazu, wenn jemand mal reinschauen möchte:

http://viagemdossonhos2.blogspot.com/

Wenn ich wiederkomme gibt es natürlich noch einen ausführlichen Bericht und Bilder!

Jetzt habe ich aber noch ne Menge zu tun, denn ich lag die die letzten Tage noch krank im Bett (heute gehts mir zum Glück wieder gut) und muss alle Vorbereitungen noch heute erledigen.

Also machts gut und ein schönes Wochenende :)

Alles Liebe, Mareike

08Januar
2012

Olá!

Hallo meine Lieben! :)

 

Ich dachte mir, es wird wohl so langsam mal wieder Zeit ein bisschen was zu berichten. Besonders nach Weihnachten und Silvester.

Erstmal Weihnachten: Also hier ist ja schon alles seit Ende November weihnachtlich dekoriert, alsoo gabs an Wiehnahcten selbst nicht viele Veränderungen. Aber auch wenn hier die meisten Läden voll von bunten Lichterketten, Weihnachtsmännern und Tannenbäumen (natürlich auspplastik, gerne auch mal weiß oder rosa) war, kam jedoch bei mir jedenfalls keine Weihnachtsstimmung auf. Ich frag mich auch wie das gehen soll bei 35° und rosa Tannenbäumen mit Schmetterlingen dran.
2 Tage vor Weihnachten sind dann viele Verwandte von meiner Gatsfamilie angereist, um die Feiertage mit uns zu verbringen. Am Weihnachtstag liefs dann ungefähr so ab: Alle haben bis zum Mittagessen geschlafen, dann haben sich alle mit nem Bier auf die Terrasse (bzw in den pool) gesetzt und die Sonne genossen. Ich hab dann noch kurz mit Mam&Co. geskypt die schon die ganze Weihnachts-tour hinter sich hatten. Danach habe ich mit meiner Tante Vivi, die auch erst 16 ist, und meinem kleinen Gastbruder ans plätzchen backen gemacht. Schön auf deutsche Art. Meinem Gatsrbuder hats natürlich super gefallen und die plätzchen sind auch noch echt lecker geworden. Währenddessen haben meine Gastomas und meine Gatsmama schon mal das Weihnachtsessen vorbereitet, was auch schn ne Besnderheit war, denn wann sehe ich schon mal meine Gastmama selber kochen und nicht unsere Haushaltshilfe. So um 9 sind dann alle nochmal kurz schlafen und duschen gegangen, denn das eigentlcihe Weihnachtsfest beginnt erst bei Mitternacht, also eigt am 25.Dezember. Vor dem Essen gabs aber noch eine Tradition von meiner Familien und zwar Wichteln mit der ganzen Familie. Und weil ich hier ja in Brasilien bin, ging das nicht mit normalen Geschenken sondern nur mit FlipFlops. Danach gabs dann viel zu essen und später dann Geschenke. Und wie in Deutschland auch sind dann alle spät und vollgegessen, aber zufrieden ins Bett gegangen.

 

Über Silvester bin ich dann mit meiner Gastfamilie nach palmas verreist, die Hauptstadt meines Bundeststaates. Das Interessante an palmas ist, das die Stadt erst 20 Jahre alt ist, aber schon 200.000 Einwohner hat. Außerdem ist es keine natürlich enstandene Stadt. palmas wurde geplant, bevoor es gebaut wurde, weswegen alle Straßen gerade sind und alles in Blocks unterteilt wird. Dadurch sieht alles ganz anders aus als in Araguaína. In meiner Stadt ist alles ziemlich eng in der Innenstadt. Die Straßen sind klein und die Häuser stehen dicht zusammen und alles ist ziemlich dreckig. palmas ist da das genaue Gegenteil.
Jedenfalls haben wir dann eine Woche bei dem Verwandten zuhause verbracht, w es auch wirklich gemütlich war.
Silvester war eigentlich nicht so besonders. Wir waren nur zuhase und meine Gastfamilie hatte ein paar Freunde eingeladen. Und es gab wieder viiiel gutes Essen. Um 12 gab es dann nicht mal ein Feuerwerk, da mein kleiner Gatsbruder und die Hunde von unseren Verwandten da zu viel Angst vor hatten. Schlimm, dass nicht viel los war, fand ich aber nicht, denn es war auch einfach schön mit den Leuten zusammenzusitzen. Noch bis 4 Uhr morgens saß ich draußen mit den Übriggeblieben und habe über Gott und die Welt geredet und dabei mein Lieblngsbier hier genossen.

 

Bei all den Gesprächen habe ich wieder viel über Brasilien und die Leute gelernt. Dabei auch ein paar erschreckende Sachen.
Zum Beispiel habe ich hier schon mit vielen Leuten über Kirche geredet. Wenn ich dann gesagt habe, dass ich evangelisch reformiert bin, habe ich doch öfters ein paar komische Blicke abbekommen. Jetzt weiß ich auch wieso. Mein Gastopa hat mir erklärt, dass so gut wie alle evangelischen und auch viele katolischen Kirchen nur gebaut werden, um von den Leuten Geld zu kassieren. Das läuft dann einfach so, dass der pastor in der Kirche Dinge sagt wie: "Wenn du nicht dein Geld an die Kirche spendest, macht Gott deine Frau auch nciht wieder gesund!" (natürlich verschleierter). In Araguaíina und auch in palmas gibt es hunderte von Kirchen, fast an jeder Ecke. Mein Gatsopa sagt, dass vielleicht 3 oder 4 von diesen keine falschen Kirchen sind. Und ganz bestimmt nicht die evangelischen.
Jetzt als Deutsche habe ich mich natürlich gefragt, wie so viele Leute, dass einfach so glauben können. Dabei hatte ich leider vergessen, wie viele ärmere Leute es gibt, die die öffentlichen Schulen besuchen müssen, von denen die meisten hier einfach wirklich wirklich schlecht sind, und kein Geld für die besseren privatschulen haben und deshalb auch nicht so gut wissen können, dass das alles nur großer Mist ist.
So und wieso tut der Staat nichts dagegen odr investeirt in die Bildung? Wie mein Gastopa meinte, gibt es dafür zuviel Koruppptiooon um daran etwas zu ändern. Außerdem soll es auch viele politiker geben, die sogar die Kirchen bezahlen, um zu sagen, dass die Regierung doch groooße Arbeit leistet und nur das Beste für das Volk tut.
Was kann man da nur sagen...

Brasilien hat so viel potiential und ist sogar Deutschland in manchen Bereichen voraus. Aber trotzdem sehe ich hier im Moment keinen Weg, wie solche Dinge sich hier bald ändern sollen. Oh Brasil...

 

Macht euch aber keine Sorgen, ich genieß hier meine Zeit trotzdem in allen Zügen;) Und jetzt geht nächsten Sonntag schön wieder mal in euer echten Kirchen und denkt dran wie gut ihr es habt;)

Ich vermisse euch und freue mich jetzt schon auf den 21.Juni, an dem ich wieder nach Hause komme! :)

 

Liebe Grüße, Mareike.

07Dezember
2011

Familienwechsel, Abschlussfeiern und Actionfilmszenen

Hallo meine Lieben!

 

Das waren mal wieder Wochen. Zuerst habe ich ja letztens meine Gastfamilie gewechselt und wohne jetzt bei den Moares (2 eltern, 2 töchter: Anna Maria 18 und Alice 14, 1 Sohn: Anselmo Samstag 3 Jahre alt;) ).  Die haben ein ziemlich großes Haus mit kleinen Palmen auf  der Terasse und nem großen Pool (sogar 2 wenn mans genau nimmt und Anselmos Pool mitzählt). Trotzdem teil ich mir ein Zimmer mit Alice, was aber eigt nicht so schlimm ist. Alle sind wiedermal echt nett, nur mit meinen Gastschwestern könnte es echt besser stehen, aber gut, ich werds überleben. Ich hab schließlich den Pool bei täglich 35° :D

Seit letzter Woche habe ich jetzt auch schon Ferien. Für 2 Monate! :) Hier ist das Schuljahr schon zu Ende und ich war in der letzten Woche auf tatsächlich 5 Abschlussfeiern, auch wenn die meisten eher förmlich waren. Am besten war natürlich die vom Abschlussjahrgang von meiner Schule, da meine Schule enfach so klein ist, das jeder jeden kennt und deshalb auch Witze über jeden bei der Abschlussrede gerissen wurden (inklusive ich: Tomatchina... ) . Die Lehrer, die da waren haben gut mitgefeiert und mein Geschichtslehrer, der ja eigt Reggea-Sänger ist, hat sich auch irgendwann auf die Bühne gestellt und gesungen und mein Sportlehrer saß ne geschlagene dreviertelstunde neben mir und hat mir durchgehend die schlechtesten Blondienenwitze erzählt, die ich jeh gehört habe. Insegesamt wars aber echt super:)

Jetzt in den Ferien ist hier aber nicht mehr so viel los. Fast alle verreisen zu ihren Verwandten um dort den Sommer zu verbringen. Meine Familie verreist erst nach Weihnachten nach Palmas (die Hauptstadt meines Bundeststaats), um dort Silvester zu feiern. Und von Weihnachtsstimmung ist hier erst jetzt nicht die Rede. Wie auch, bei Palmen, Sonne, Hitze und keinem echten Tannenbaum weit und breit. Und Sachen wie Adventskalender, Adventskranz, Weihnachtsplätzchen oder Stollen, Nikolaus, Weihnachtsmarkt und all so was gibt es hier erst recht nicht. Als hier letztens der kleine Adventskalender von Oma&Opa angekommen, hat das mal kein bisschen ins Bid gepasst, schön wars trotzdem:)

Und jetzt noch zu meiner kleinen Actionfilmszene: So zweihundert Meter entfernt von meinem Haus gibt es hier ein Fitnesscenter, wo ich jetzt öfters hingehe. Letztens bin ich dann gerade nach Hause gelaufen als so auf einmal ein Helikopter über dem kleinen Stück Wald neben unserem Haus geflogen ist. Von 50 Metern weit weg habe ich dann auch die gazen Polizisten gesehen, die dort mit Autos und Motorrädern standen. Die anderen Leute, die auch auf der Straße standen und geschaut haben, haben mir dann erzählt, dass wohl sieben Leute aus dem Gefängnis geflohen sind und jetzt bewaffnet da rum laufen. Als dann auch noch 2 Polizisten vorbei gefahren sind und uns gesagt haben, wir sollen uns mal eben zurückziehen, denn die könnten hier glecih lang kommen, wurde mir ganz anders. Ich bin dann mit ein paar anderen in den Friseur-Salon gegangen, der dann sofort zugeschlossen wurde. Dort haben wir dann ne halbe Stunde gewartet und nichts ist passiert, bis der Helikopter abgezogen war und ein Polizist vorbei kam und meinte, es ist ok wieder rauszugehen. Mir war dann doch ziemlich unwohl, denn um nach Hause zu kommen, musste ich erst mal an dem Waldstück vorbei. Da dort aber noch 4 Polizisten rumstanden, bin ich ganz schnell dran vorbei gerannt und rein ins Haus.
Ab da fand ich die Bewegungsmelder, die meine Familie hier hat, gar nicht mehr übertrieben.

Und nur damit ihr jetzt nichts falsches denkt, das ist hier echt nicht normal. Meine Gastmutter meinte: Wir sind ja nicht in Mexiko ;)

Hier werden jetzt alle Vorbereitungen für die Geburtstagfeier von meinem kleinen Gastbruder getroffen, der natürlich ne schöne große Geburtstagsfeier bekommt, auch wenn er erst 3 ist und so ungefähr 10 % der Leute kennt, die kommen werden. Naa gut.

Schöne Adventszeit für euch! Ich hoffe mal es schneit bald;)

Ganz lebe Grüße, ich vermiss euch,

Mareike.

20November
2011

Já faz tempo

Hallo meine Lieben,

 

ja.. ist schon ein bisschen her das ich geschrieben habe. Hat aber Gründe! Ersteinmal bin ich ziemlich spontan umgezogen, denn meine 1.Gasteltern mussten noch mehr arbeiten und hatten keine Zeit mehr, mich irgendwo hnzubringen und ich war die ganze Zeit nur alleine zuhause. Daraufhin hat mich mein Jugenddienstleiter eingeladen, doch einfach bei ihm zuhause zu wohnen und hier lebts sich jetzt schon seit fast nem Monat ziemlich gut. Ich unternehme viel mit meinen jetzigen etwas bekloppten, aber supernetten Gastschwestern Giulia und Denise (14 und 18) und auch sonst war viel los.
2. Grund das ich nciht geschrieben habe, ist mein langsam und qualvollsterbender Laptop, für den ihr mir jetzt alle die Dauemn drücken müsst, dass er das Jahr noch durchhält.
3. regnet es hier jetzt manchmal so stark, dass einfach mal das Internet ausfällt oder das Fernsehersignal für mehrere Stunden wegbleibt. Bemerkenswert ist auch, wie die Brasilianer dann Angst vorm Regen haben und bei mir schon diverse Nachmittagsunterrichtstunden ausgefallen sind, weil es geregnet hat und einfach keiner gekommen ist.
Und 4. war einfach auch viel los..

Ich will jetzt nciht alles schreiben, weils ja doch schon mehr als ein Monat war, aber von dieser Woche muss ich eben erzählen.
Die ganze letzte Woche hat meine Schule so ziemlich damit verbracht, sich aufs Schulfest vorzubereiten, dass war dann Freitag.  Alle Klassenräume wurden dekoriert und überall Stände für Spiele oder Essen aufgebaut. War echt ne Menge Arbeit. Und währrenddessen hatte ich auch noch echtes Laufstegtraining :D Denn zu dem Schulfest gehört auch noch ne Misswahl, an der aus jedem Jahrgang eine Person teilnimmt. Bei meinem war das dann ich. Und vielleicht werdet ihrs nicht glauben, aber ich bin doch dann tatsächlich Freitagabend 3mal über den Laufsteg vor so 300 Leuten spaziert :D
Bin aber leider nur 2.geworden. Ist aber ok, denn die, die erste geworden ist, arbeitet in ihrer Freizeit als Model. Und auch wenn ein paar andere Sachen noch richtig schief gelaufen sind, hat es echt viel Spaß gemacht.

Samstag habe ich dann den halben Tag geschlafen und nichts getan, bis ich mit meinen Gastschwestern und meiner Gastmama mal weider zum Salon gefahren bin. Dort gabs dann diesmal die volle Dröhnung für alle :D Erst Nägel, dann haben die Haarkuren in meine Haare gekrallt, geföhnt, geglättet, Lockenwickler rein und dann wurde ich auch noch geschminkt. Nach fast 4 Stunden, waren wir alle superentspannt und schick wie nichts. Und wieso der ganze Aufstand? Für den Ball von Rotary, wo so ziemlich alle hinkommen, die irgendwie nen Namen bei Rotary haben und dann diejnigen ausgezeichnet werden, die dieses Jahr besonders viel geleistet haben.
Leute, ich war noch nie auf so einer schicken Veranstaltung. Wallende Ballkleider, Kronleuchter, Silberbesteck, überall Kameras und lauter feine Menschen.
Geendet hats dann aber doch wie so gut wie jede brasilianische Party. So ungefähr um 5 uhr morgens, alle die noch da waren wild am tanzen und halbbetrunken oder auch total dicht, kein bisschen verspießt und du kommst an keiner Umarmung vorbei. Manchmal kann man gar nicht anders, als sie alle gern zu haben:)

So und nächste Woche gehts dann zu meiner eigentlchen 2.Gastfamilie und dann sind auch schon fast Ferien (2 Monate!:)). Und dann kommt auch schon Weihnachten, was aber doch komisch wird, denn unter 28 Grad wird es wohl nicht werden. Naja, werde ich dann sehen. Jetzt gibts aber erstmal ne Runde selbstgemachte Käsebrötchen und Zimtkakao von meiner Gastmama:)

Wenns es klappt mit den Bilder sind hier unten auch noch ein paar schicke Bilder  vom Ball für euch;)

Machts gut, ich vermiss euch und kanns gar nicht glauben, dass es noch mehr als sieben Monate sind bis ich euch wiedersehe, Mareike.

Meine jetzige Gastfamilie ohne Gastpapa

  jaja, immer diese Spißer von Rotary

14Oktober
2011

Oh Brasil!

Hallo meine Lieben! :)

 

Wie schnell doch die Zeit vergeht! Schon 2 einhalb Monate bin ich hier, in fast 2 Monaten ist schon Weihnachten und in fast 8 Monaten bin ich schon wieder zuhause! "Ich trau mich kaum die Augen zu schliessen.." (Clueso-fans wissen was ich meine ;))

Also was war hier so los? Letzte Woche war mein Gastbruder Hatus, der eigentlich in Bolivien studiert, eine Woche bei uns zuhause. Das alles war ne Überraschung für meine Gastmama, weil die Geburtstag hatte. Als er dann letzten Donnerstag auf einmal bei ihr im Büro stand, hat sie doch glatt angefangen zu weinen, das war echt süß. Am Wochenede bin ich dann viel mit Hatus und seinen und meinen Freunden ausgegenagen, war echt super. Besonders das Konzert von den "Forró-Boys" war die 15 reais schwarz gekauften Eintritt dann doch locker wert, auch wenn die Band an sich nicht so wirklich der Brüller war. Trotzdem waren fast 5.000 Leute da und wir hatten viel Spaß (ich wäre sogar fast schon wieder in Fernsehen gekommen!! Aber nur fast zum Glück!). Ach, das hab ich ja noch gar nicht erzählt. Auf dem letzten Konzert wo ich war von Michel Teló, was noch viel größer war, wurde ich interviewt, mit Kamera und allem drum und dran. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass das ins Fernsehen kommt, aber neeein. Direkt am nächsten Wochenede war ich Samstag und Sonntag bemn Regionalsender zu sehen. War aber sehr sehr sehr unangenehm. Denn was ich vorher auch nicht wusste, ist das die Leute bei dieser TV-Show dafür bekannt sind, sich über irhe InterviewPatner lustig zu machen. Und wie gut geht das wohl mit ner Blondine aus dem Ausland die nicht alles versteht was man ihr sagt. Nicht lustig diese Brasilianer.

Dann am Sonntag war dann die Geburtstagsfeier von meiner Gastmama. War typisch brasilianisch. Churrasco (grillen) mit jeder Menge Fleisch, Bier, Sertanejo (brasil. Musik) und den ganzen Tag mit Leuten im Pool oder unterm Sonnenschrim sitzen. Ganz entspannt,also. Nur abends ist dann noch ein Freund mit seinem legendären Party-Auto vorbei gekommen. Das ist n Ding. Sieht aus wie ein normaler Pick-Up, nur quitschgrün und vollgesprayt. Aber hinten auf der Lagefläche ist ein große Kiste die man aufstellen und aufklappen kann. Und dann hat man auf einmal fast 4 Quadratmeter Boxen for sich. Dj-Pult ist natürlich auch immer dabei. Und sogar in den Türen von dem Auto sind Boxen eingebaut. Und das geht dann so richtig laut. Ich hab mich schon echt gewundert, dass niemand um 2 Uhr morgens am Sonntagabend die Polizei gerufen hat, als immer noch Funk (nur für euch um zu wissen was das ist: http://www.youtube.com/watch?v=X4Vjh9zCE10 ) gespielt wurde. Naja so sind die Brasilianer halt.

Am Mittwoch war hier dann "Dia das criancas",also Tag der Kinder. Ist hier ein richtiger Feiertag und alle Kinder so ungefähr bis 15 bekommen Geschenke. Meine Schule hatte dann einen Deal mit dem Kindergarten hier in der Nähe gemacht, dass alle Schüler unserer Schule ein Kind aus dem Kindergarten beschenken. So auch ich. Also habe ich dem vier jahre alten Isaque ein cooles Spielauto gekauft und er hat sich so gefreut das der Kleine gleich meine Beine umarmt hat und gar nicht mehr loslassen wollte, der Süße:) Mittwoch hatten wir dann aber den ganzen Tag schulfrei, als bin ich mit meiner Familie mal wieder nach Babaculandia zu den Verwandten gefahren und später noch zu Freunden zum Churrasco am Fluss. Alles sehr gut.

Und jetzt freu ich mich gerade erstmal aufs Wochenede, denn es ist viel geplant(unter anderem auch ein Essen mit meiner Freundin und ihren deutschen Verwandten, deutsch reden, wuuuhu!). Aber trotz allem vermiss ich Deutschland langsam doch ziemlich. Ich mein, was würde ich hier einmal für einen Döner geben?! Ich kanns schon kaum erwarten bis mein Packet von Mama hier ankommt. Denn wie gesagt, so ganz überzeugt hat mich die brasilianische Küche noch nicht.

Ich hoffe euch gehts allen gut, ich vermisse euch,sogar noch mehr als Döner!

Beeijooos! Mareike.

27Sept
2011

habs dann doch mal wieder geschafft

  Hallo meine Lieben!

Jaajaa ich weiß, ist schon ein bisschen länger her das ich was geschrieben habe. Aber erst hatte ich keine Zeit, dann war ich krank, dann hatte ich nichts zu schreiben und letzte Woche fehlte eindeutig wieder die Zeit.

Aaalso was war alles los.. Zuerst war ich mal wieder in Goiana. Mal wieder 18 Stunden Bus. Ich gewöhn mich schon fast an sowas! Dort hatten wir ein treffen mit den Austauschschülern aus meinem Distrikt und aus Sao Paulo. Robert, Denise und ich sind dort so um halb 8 morgens angekommen, absolut ausgelaugt von der Fahrt, hat aber keinen interessiert, denn es ging gleich los zu einer kleinen Stadtour. Später dann haben wir noch 3 Lieder einstudiert, die wir abends für den Präsidenten von Rotary singen sollten. Nachdem sich dann abends alle schick gemacht haben, sind wir zu einem großen Theater gefahren und wir c.a60 Austauschschüler durften uns dann hinter die Bühne setzen. Und dann hat es noch 5 Stunden gedauert, bis wir dann unseren Auftritt hatten. Aber die 5 Stunden Wartezeit waren eigentlich kein Problem, denn was passiert, wenn man nen Haufen junger Leute aus allen Ecken der Welt in einen Raum steckt? Genau, die wissen sich schon zu unterhalten. Als wir dann auf die Bühne sollten, waren wir erstmal total geschockt, wieviele leute da waren. Viel zu viele, dafür das wir die Lieder wirklich nicht drauf waren. Zum Glück hat  dann aber die Afrikanerin Blessing mit ihrem Gesangsolo noch unseren Auftritt gerettet :D Die Nacht hab ich dann mit Vaina aus den USA, Tunjung aus Thailand, Denise aus Brasilien und Lola aus Frankreich in einem Zimmer verbracht. War auch sehr interessant :D Am nächsten Tag gings dann nochmal ein bisschen in die Stadt und dann auch schon wieder 18 Stunden im Bus zurück nach Araguaína. Ich wäre echt noch gerne länger geblieben.

Dafür wurde ich dann aber auch, kaum zuhause angekommen, weil über den Abschied von den anderen Austauschschülern hinweggetröstet, denn Roberts Gastfamilie hatte mich und noch andere Familie zu ihrem eigenen Privatstrand übers Wochenende eingeladen. Das war der Himmel, echt. Die haben da so ihre eigenen 500 Meter an dem riesigen Fluss Araguaía. Mit 12 kleinen Bast-Hütten zum schlafen, eine große Hütte mit Küche, draußen-Duschen, Hängematten, Jetskis, Kanus und natürlich 5 Angestellten, die den ganzen Tag für einen Kochen, was man nur will. Das einzige was mich da genervt hat, waren die kleinen Babypiranhas im Wasser. Die haben zwar noch keine Zähne, aber trotzdem lieben sie es dir in den Arm zu zwicken.

Tja, nur jetzt mussten sie leider alles abbauen. Denn da in Amazonien gerade Regenzeit ist, fließt das ganze Wasser von da jetzt in den Araguaía und dann Wasser steigt dort wo weit an, das alle Strände überfluten. Zuuuu schade.

Die Woche darauf war ich dann ein bisschen krank und es war auch sonst nicht viel Besodneres los. Dafür aber diese Woche. Mittowch und Donnerstag war ich auf 2 Geburtstagen und Freitag bin ich dann zu meiner Freundin Thayza gefahren, wo ich das ganze Wochenende verbracht habe. Denn Freitagabend war ich auf meinem ersten Konzert hier in Brasilien. Und es war der absoulte Wahnsinn. Der Sänger war Michael Teló, bei euch wird ihn keiner kennen, aber hier jeder. Um 11 sind wir dann zu dem Konzertplatz und es war schon supervoll. Und irgendwann um 1 ging dann die Show los. Michael Teló stand mit siener Band und ein paar Tänzern links und rechts auf einer fahrbahren Bühne und während des ganzen Konzerts sind die dann damit auf dem Platz herumgefahren. Das heßt dann also, dass die ganzen 10.000 Leute die da waren auch die ganze Zeit mitgegangen sind. Klingt jetzt vielleicht unpraktisch, war aber eigt echt gut, weil so jeder Mal vorne an der Bühne war. Und als dann später DER Hit "Ai se eu te pego" kam sind alle soo abgegangen. War echt genial. Nach Teló gabs dann noch nen DJ und wie die Brasilianer so sind, haben natürlich alle einfach weitergetanzt. Und da ich hier schon sowas wie Connections habe,  hatte ich Coole ein VIP-Armaband und hab Freigetränke bekommen,hihi:) Irgendwann um 5 sind wir dann aber doch gegangen. Und dann habe ich noch eine brasil. Traditon kennegelernt. Nämlich das man nach so einer Show morgens erstmal essen geht. Also saßen wir um halb 6 morgens total verdreckt und verschwitzt in der aufgehenden Sonne und haben uns ne Runde Reis, Bohnen und Fleisch gegönnt. Hatte was!

Samstagabend war dann Konzert Nr.2. Diesmal mit Ivete, die sogar noch ein bisschen berühmter hier ist. Im Prinzip wars das gleiche, nur mit noch mehr Leuten und sogar noch mehr Stimmung. Die Brasilianer wissen einfach wie man feiert, muss man ihnen lassen.

Sonntagmorgen waren ich und Thayza dann ja doch ein bisschen fertig. Trotzdem sind wir dann, aber noch zu einem Geburtstagsessen von einer Freundin von ihr und danach noch bei anderen Freunden Film gucken, Eis essen.. und Herta vs. Bremen! Tja, hier in Brasilien gibt es jetzt 9 neue Werder-Fans, haha! :)Schlafen hab ich dann heute bei 3 Stunden Geschichtsunterricht und 2 Stunden port.Literatur nachgeholt. Sehr entspannend!

Insgesamt wars jedenfalls ein Wahnsinns-Wochenede und ich freu mich jetzt schon auf die nächste Show nächste Woche von Gostavo Lima. Techereche, techereche, tche-tche-tche...

So und zum Schluss gibts noch, wenn irh Glück ahbt und das klappt, ein kleines Video von Freitag. Und ja, den Kerl der da am Ende so rumspringt dürft ihr gerne auslachen:D

Machts gut! Das nächste Mal schreib ich früher und nicht so viel auf einmal;)

Beiiiiiijooooooooooos

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